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Private Krankenzusatzversicherung (PKZV)

Warum private Zusatzversicherungen sinnvoll sind 

Wer Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, erhält bei ärztlichen Behandlungen die sogenannte Regelversorgung – das, was medizinisch notwendig ist. Was über die Standard-Versorgung hinausgeht, muss im Zweifel selbst gezahlt werden. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung ist es möglich, ein besseres Leistungsniveau abzusichern und einen ähnlichen Status wie ein Privatpatient zu erhalten.

Private Krankenzusatzversicherungen richten sich in erster Linie an „Kassenpatienten“, bei denen der Zugang zur privaten Krankenversicherung nicht möglich oder zweckmäßig ist. Einige Versicherungen – Krankentagegeldversicherung, private Pflegezusatzversicherung – sind aber auch oder gerade für Privatversicherte interessant. 

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Das Prinzip der privaten Zusatzversicherung

Private Krankenzusatzversicherungen bieten entweder zusätzliche Leistungen, die im Rahmen der herkömmlichen Krankenversicherung nicht abgedeckt werden oder sie stocken die – oft unzureichende – Kostenerstattung durch die Krankenkassen auf. Manchmal ist auch eine Kombination aus beidem vorgesehen. Viele Zusatz-Tarife ermöglichen abgestufte Leistungen im Rahmen eines Basis-, Komfort- und Premium-Schutzes. Andere sind nach dem Baukasten-Prinzip aufgebaut. Versicherte können sich die gewünschten Leistungen dann selbst „zusammenbauen“.

Wie bei privaten Versicherungen generell üblich, folgen Zusatzversicherungen dem Äquivalenzprinzip: die Tarife werden so kalkuliert, dass die Prämien-Einnahmen die voraussichtlichen Ausgaben decken. Das individuelle Versichertenrisiko spielt bei der Prämien-Festlegung eine wichtige Rolle. Es wird im Rahmen der Gesundheitsprüfung bei der Antragstellung ermittelt. Risikofaktoren können zu Leistungsausschlüssen oder Risikozuschlägen führen. Eine Familienversicherung wie in der „Gesetzlichen“ existiert nicht. Jedes Familienmitglied ist stets extra zu versichern.

Was beim Zusatzschutz zu beachten ist

Grundsätzlich leistet eine Krankenzusatzversicherung immer nur bei Erkrankungen, die nach dem Versicherungsabschluss aufgetreten sind. Bei sich bereits abzeichnendem Behandlungsbedarf zu Versicherungsbeginn tritt die Versicherung dagegen nicht ein. Üblich sind Wartezeiten am Anfang der Versicherungslaufzeit. Sie liegen je nach Anbieter, Tarif und versicherter Leistung zwischen drei und acht Monaten. Vereinzelt werden auch Tarife ohne Wartezeit angeboten.

Bei einigen Krankenzusatztarifen werden Altersrückstellungen gebildet. Diese sollen den altersbedingten Anstieg der Beiträge abfedern. Ein Tarif ohne Altersrückstellungen ist vordergründig günstiger, kann sich aber im Zeitablauf als teurer erweisen. Auf jeden Fall ist ein Tarif mit Rückstellung nicht ohne weiteres mit einem Tarif ohne Rückstellung vergleichbar.

Bei Tarifvergleichen sollte außerdem nicht nur auf die Prämien geschaut werden, es sind auch Leistungen zu vergleichen. Denn hier gibt es in nahezu jeder Zusatz-Versicherungssparte erhebliche Unterschiede bei den Anbietern.

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Die wichtigsten Zusatzversicherungen im Überblick

Zahnzusatzversicherung 

Bei zahnärztlichen Leistungen ist die gesetzliche Krankenversicherung besonders lückenhaft. Zwar werden die Kosten für den regulären Zahnarztbesuch übernommen, bei Zahnersatz zahlen die Krankenkassen aber nur Festzuschüsse. Diese decken oft nur einen Bruchteil der Kosten ab, gerade wenn es um hochwertige Implantate und Inlays geht. Zahnersatz kann schnell einige tausend Euro erfordern – gut, wenn dann ein privater Zusatzschutz besteht. Den bietet eine private Zahnzusatzversicherung. Die Kostenanteile, die die Versicherung übernimmt, unterscheiden sich von Tarif zu Tarif. In der Regel beträgt die Erstattung 75 bis 90 Prozent (inkl. Kassenleistung), manchmal sogar 100 Prozent. 

Krankenhauszusatzversicherung 

Mit einer Krankenhauszusatzversicherung – oft auch stationäre Zusatzversicherung genannt – werden Krankenhausleistungen abgedeckt, die über das hinausreichen, was die Krankenkassen übernehmen bzw. zulassen – sogenannte Wahlleistungen. Dies betrifft üblicherweise:

  • die freie Krankenhauswahl: in der gesetzlichen Krankenversicherung wird nur die Unterbringung im nächstgelegen Krankenhaus bzw. in einer Klinik „mit Kassenzulassung“ übernommen;
  • Fach- oder Chefarztbehandlung: die Zusatzversicherung trägt auch die Kosten für Behandlungen durch Chefärzte und privatärztliche Spezialisten, die Krankenkassen zahlen nur die Kosten für die jeweils „diensthabenden Ärzte“;
  • Unterbringung im Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer: in der „Gesetzlichen“ besteht nur Anspruch auf ein Mehrbettzimmer.

Viele Krankenzusatzversicherungen bieten die Möglichkeit, den gewünschten Versicherungsumfang „durch Ankreuzen“ selbst festzulegen: zum Beispiel nur Krankenhauswahl und Chefarztbehandlung, aber kein Ein- oder Zweibettzimmer-Anspruch.

Ambulante Zusatzversicherungen 

Unter dem Begriff „ambulante Zusatzversicherung“ verbirgt sich ein vielschichtiges Versicherungsangebot. Bei vielen Tarifen steht die Kostenübernahme bei alternativen Heilmethoden (typischen Heilpraktiker-Leistungen) im Mittelpunkt, bei denen die Krankenkasse nur begrenzt oder gar nicht zahlt. Andere fokussieren sich mehr auf – von den Kassen ebenfalls nicht oder nur bedingt übernommene – Leistungen für Heil- und Hilfsmittel, Brillen und Medikamente. Ein dritter Bereich ist darauf ausgerichtet, Kassenpatienten zu „vollwertigen“ Privatpatienten zu machen, indem bei ambulanten Behandlungen Kostenteile von ärztlichen Privatabrechnungen übernommen werden. Bei ambulantem Zusatzschutz kommt es besonders auf das konkrete Versicherungsprodukt an.

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Auslandsreisekrankenversicherung 

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet nur einen eingeschränkten Auslandskrankenschutz. Relativ gut ist die Absicherung noch im EU-Ausland sowie in einigen Ländern, mit denen Sozialversicherungsabkommen bestehen. Darüber hinaus sind die Krankenkassen aber nicht in der Pflicht. Generell nicht übernommen werden Kosten für Kranken-Rücktransporte in die Heimat, die ggf. teuer werden können. Wer als „Kassenpatient“ außerhalb der EU reist, sollte daher stets über eine gute private Auslandsreisekrankenversicherung verfügen. Die Prämien dafür sind überschaubar. 

Pflegezusatzversicherung 

Sowohl in der sozialen Pflegeversicherung als auch in der privaten Pflegpflichtversicherung reichen die Leistungen oft nicht, um die tatsächlichen Pflegekosten abzudecken. Auf Kostendeckung war die gesetzliche Pflegeversicherung ohnehin nie ausgelegt. Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung lässt sich die „Pflegelücke“ schließen, zumindest verringern. Es gibt dabei grundsätzlich zwei Modelle: die Pflegetagegeldversicherung und die Pflegekostenversicherung. Die Pflegetagegeldversicherung zahlt bei Pflegebedürftigkeit einen festen Tagessatz – unabhängig von den Pflegekosten. Die Pflegekostenversicherung leistet dagegen Kostenerstattung wie eine private Krankenversicherung. Unter bestimmten Bedingungen wird die Pflegetagegeldversicherung sogar staatlich gefördert (Stichwort: Pflege-Bahr).   

Krankentagegeldversicherung   

In der privaten Krankenversicherung gibt es kein Krankengeld wie in der „Gesetzlichen“, das bei längerer Krankheit Gehaltsersatz bietet. Mit einer Krankentagegeldversicherung ist eine vergleichbare Absicherung für Privatversicherte möglich. Gesetzlich versicherte Arbeitnehmer können mit einer Krankentagegeldversicherung ihr Krankengeld von der Krankenkasse aufstocken. Bei Arbeitnehmern setzt die Versicherung üblicherweise nach sechs Wochen ein, wenn die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall endet. Bei Freiberuflern und Selbständigen besteht oft die Möglichkeit, den Beginn der Leistung auch schon früher zu vereinbaren, da hier keine Lohnfortzahlung existiert. 

Krankenhaustagegeldversicherung 

Trotz der Namensähnlichkeit ist die Krankenhaustagegeldversicherung etwas anderes als die Krankentagegeldversicherung. Sie bietet ein Tagegeld bei Krankenhaus-Aufenthalten, um „Nebenkosten“ (Telefon-, Fernsehgebühren usw.) abzudecken, die weder in der gesetzlichen noch in der privaten Krankenversicherung übernommen werden. Die Krankentagegeldversicherung kostet wenig Geld und ist oft ein „Add on“ bei der Krankenhauszusatzversicherung. 

Worauf es beim Abschluss ankommt  

Wie die Übersicht zeigt, besteht bei privaten Krankenzusatzversicherungen eine große Bandbreite und Vielfalt. Das gilt sowohl bezüglich der Leistungen, als auch im Hinblick auf die Prämien. Oft sind die Angebote nicht auf den ersten Blick vergleichbar, man muss genauer hinschauen und ggf. in das Kleingeduckte der Vertragsbedingungen einsteigen. 

Welche Zusatzabsicherung zweckmäßig und zu empfehlen ist, hängt von den individuellen Präferenzen und den Gegebenheiten im Einzelfall ab. Eine Zahnzusatzversicherung ist bei den meisten Kassenpatienten sinnvoll. Ebenfalls ratsam ist die Krankentagegeldversicherung für berufstätige Privatversicherte sowie eine Pflegezusatzversicherung im Sinne der privaten Vorsorge. Bei anderen Zusatzversicherungen hängt es eher davon ab, welche persönlichen Ansprüche an eine Behandlung gestellt werden und wie wahrscheinlich der Behandlungsbedarf ist, ob ein Zusatzschutz Sinn macht.

Eine kompetente und unabhängige Beratung hilft dabei, das richtige Zusatzversicherungs-Paket für den individuellen Bedarf zusammenzustellen und dafür die besten Angebote am Markt zu finden.

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Diese Sparteninformation gibt Auskunft, welchen Leistungsumfang die genannte Versicherung üblicherweise hat. Die konkreten Versicherungsbedingungen weichen je nach Anbieter / Produkt hiervon ab. Diese Sparteninformation dient ausschließlich der allgemeinen Information über eine Versicherung und mögliche Leistungs- und Schadensfälle.


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